
Vortrag: Wie aus Tagebau-Ödnis Vielfalt wird | 06.03.2026
In unserem Garten lassen wir einige Pflanzen ganz bewusst ausreifen. Wir ernten nicht nur Früchte, sondern auch Samen. Vor allem unser fleißiges Gärtnerteam reinigt, pult, trocknet, sortiert und lagert sorgfältig viele verschiedene Samen, um sie im nächsten Jahr wieder auszusäen. So schließen wir den Kreislauf – von der Pflanze zum Samen und vom Samen zur neuen Pflanze. Für uns ist das gelebte Kreislaufwirtschaft.
Dabei setzen wir auf regional angepasstes Saatgut. Über Jahre hinweg hier gewonnen, entwickeln die Pflanzen eine besondere Widerstandskraft gegenüber Klima und Boden vor Ort. Damit erhalten wir Sortenvielfalt, stärken die ökologische Stabilität und machen uns unabhängiger.
Saatgutgewinnung bedeutet jedoch auch Arbeit: Wir brauchen Fachwissen über Bestäubung und Reifezeit, viel Geschick bei Auswahl und Aufbereitung sowie Geduld und Sorgfalt in jedem Schritt. Diese Mühe nehmen wir bewusst auf uns – weil uns der Erhalt unserer Kulturpflanzen am Herzen liegt.
Wer mehr über dieses spannende Thema erfahren möchte, ist herzlich zum Vortrag am 6. März mit Frau Grätz von Nagolare eingeladen. Dort geht es um praktische Wege der regionalen Saatgutgewinnung und warum samenfeste Sorten so wichtig sind.
Ein weiterer Ort des Austauschs ist die SaatgutBÖRSE der Stadtbibliothek Cottbus. Hier teilen Menschen Saatgut, Erfahrungen und Geschichten – Vielfalt wird weitergegeben, nicht gekauft.
Als PZNU verstehen wir diese Arbeit als wichtigen Beitrag für nachhaltiges Gärtnern in Cottbus. Indem wir Samen selbst gewinnen und weitergeben, bewahren wir nicht nur Pflanzen – sondern auch Wissen für die Zukunft.







