
Einladung: offene Familiennachmittage – Zeit für Familie. Zeit für Natur. | #5 am 20.10.2026

Gemeinsam für ein sauberes Ströbitz – World Cleanup Day und wir machen mit | 15.& 16.09.2026
Wie können Gärten auf die Veränderungen des Klimas reagieren? Und wie können sie gleichzeitig zu Lernorten für nachhaltige Entwicklung werden? Mit unserem neuen Zukunftsbeet für den natürlichen Klimaschutz verbinden wir beides: Wir erproben auf dem Gelände des PZNU, wie ein klimaangepasstes Staudenbeet gestaltet werden kann, und machen die Zusammenhänge für unsere Besucherinnen und Besucher sichtbar und erlebbar. Passend dazu fand am 10.09.2026
Was macht ein Klimabeet aus?
Längere Trockenperioden, häufigere Hitze und extreme Wetterereignisse stellen auch unsere Gärten vor neue Herausforderungen. Ein klimaangepasstes Beet setzt deshalb auf Pflanzen, die mit den Bedingungen vor Ort möglichst gut zurechtkommen. Bei der Auswahl und Anordnung der Stauden spielen unter anderem Boden, Licht, Wasserbedarf und Wuchsverhalten eine wichtige Rolle.
Für unser Zukunftsbeet wurden deshalb bereits im Vorfeld die Bodenart, Bodenmächtigkeit und Lichtverhältnisse am Standort untersucht. Auf dieser Grundlage entstand ein Pflanzplan mit überwiegend heimischen, standortgerechten und klimaangepassten Stauden. Unterschiedliche Leit-, Begleit- und Füllstauden sorgen dabei für eine vielfältige und strukturreiche Bepflanzung.
Ein solches Beet kann mehr sein als eine schöne und widerstandsfähige Gartenfläche: Es bietet Nahrung und Lebensraum für Insekten und andere Tiere, macht die Bedeutung von Boden und Pflanzenwahl sichtbar und zeigt, wie wir unsere Außenräume an veränderte Klimabedingungen anpassen können.
Vom Klimabeet zum Lernort
Genau hier setzt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an. Ein Garten ist ein Ort, an dem Nachhaltigkeit nicht nur erklärt, sondern unmittelbar erlebt werden kann. Pflanzen wachsen, Boden wird untersucht, Entscheidungen müssen getroffen und Lösungen gemeinsam entwickelt werden. Dabei geht es nicht darum, für jede Frage eine fertige Antwort zu liefern, sondern darum, Wissen mit eigenem Handeln zu verbinden und Gestaltungskompetenzen zu entwickeln.
Unser Zukunftsbeet ist deshalb auch ein kleines Reallabor für BNE: Was wächst an diesem Standort gut? Welche Pflanzen kommen mit Trockenheit zurecht? Was brauchen Insekten? Wie verändert sich das Beet im Jahresverlauf? Und welche Entscheidungen können wir selbst treffen, um unsere Umgebung nachhaltiger und klimaangepasster zu gestalten?
Praxis im NaBiZu-Projekt
Die Planung und Anlage des Zukunftsbeets waren Teil eines Workshops im Rahmen des Projekts „Nachhaltige Bildung für die Zukunft“ (NaBiZu). Die Teilnehmenden beschäftigten sich zunächst mit den Grundlagen von BNE, den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) und der Frage, wie Lern- und Schulgärten als Reallabore für nachhaltige Entwicklung genutzt werden können.
Anschließend wurde das Wissen direkt praktisch angewendet: Die Ergebnisse der Standortuntersuchungen wurden ausgewertet, die Stauden entsprechend ihrer Ansprüche auf der Fläche verteilt und anschließend gemeinsam eingepflanzt.
Damit steht das Beet stellvertretend für einen wichtigen Grundgedanken von NaBiZu: Nachhaltigkeit soll nicht nur vermittelt, sondern ausprobiert, gestaltet und im eigenen Umfeld erfahrbar werden. Das PZNU bietet dafür den passenden Raum – als Garten, Lernort und Reallabor mitten in Cottbus.
Unser Zukunftsbeet wächst nun weiter. Mit jeder Jahreszeit wird sichtbar, wie sich die Pflanzen entwickeln, welche Tiere das Beet besuchen und wie sich ein Garten unter den Bedingungen des Klimawandels gestalten lässt.
Kommen Sie gerne vorbei und schauen Sie beim wachsen zu!












